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Projektnummer: 332

Kategorie: Kinder & Jugendliche

 

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Bildung für chancenlose Kinder in Südindien

Projektersteller: Dabei seit: 04.10.2011
Art eingetragener Verein
Nandri-Kinderhilfe
Nandri-Kinderhilfe
Name Monika Gerbas
Firma / Verein Nandri-Kinderhilfe e.V.
Straße Erlenbachweg 3
PLZ Ort 61440 Oberursel

Hier eine kurze Beschreibung zur Vereinsgründung
und unserem Arbeitsgebiet in Indien

1998 flog ich, Monika Gerbas, zum ersten Mal nach Indien, um in einem SOS-Kinderdorf in der Nähe von Delhi mein Patenkind Parul zu besuchen. Wir verbrachten eine sehr schöne Zeit im Kinderdorf. Natürlich sah ich auch die vielen Kinder, die nicht das Glück hatten, in einem SOS-Kinderdorf zu leben und eine Patin zu haben.
Mit einer Reisegruppe bin ich dann nach Chennai geflogen. Unter anderem besuchten wir auch die Tempel in Mahabalipuram. Im Ort fand ich ein Waisenhaus mit 43 Kindern die nicht genug zu essen hatten. Ich wurde um Hilfe gebeten und half gerne. Acht Jahre habe ich dieses Haus betreut und mit dem Nötigsten versorgt. Nach dem Tsunami nahm ich ein zweites Waisenhaus in die Förderung auf.
Mittlerweile hatte sich ein Patenkreis gebildet und wir beschlossen die Arbeit auf mehrere Schultern zu verteilen.
So wurde im August 2005 in meinem Wohnzimmer die NANDRI-Kinderhilfe e.V. gegründet. Unser Ziel ist es bedürftigen Kindern, derer es in Indien unzählige gibt, durch Fürsorge, Schulbildung und medizinische Betreuung ein besseres Leben und eine Zukunft zu ermöglichen.

Seit April 2007 unterstützen wir die Little-Flower-School

in Reddipalayam Kanchipuramdistrict, Tamil Nadu Südindien.
Die Schule liegt mitten im Busch, ist von 17 Ziegelfabriken und einigen kleinen sehr armen Dörfern umgeben.
In dieser Schule werden zur Zeit 270 Kinder von Ziegeleiarbeitern unterrichtet. Alle Kinder sind so genannte „New Generation Learners“, das heißt die Eltern und Großeltern dieser Kinder sind Analphabeten und haben schon als Kinder Ziegel hergestellt. Sie arbeiten als Kulis, werden von den Ziegeleibesitzern ausgebeutet und schlecht bezahlt (Wer nicht Lesen, Rechnen und Schreiben kann, ist leicht zu betrügen). Untergebracht sind die Arbeiter in winzigen Hütten, die keinen Platz für Kinder bieten.
Deshalb leben viele dieser Kinder in der Schule und schlafen auch dort. Mehrere dieser Kinder sind Halb- oder Vollwaisen.
Im Laufe der Jahre ist die Schule kontinuierlich gewachsen. Als wir die Schule übernahmen, fanden wir diese in ärmlichen Verhältnissen vor. Vieles davon haben wir schon geändert. Die sanitären Anlagen waren längst nicht mehr ausreichend und total veraltet. Der Schulhof war eine Schlammpfütze welche die Füße der Kinder krank machte. Der uralte Jeep ist die einzige Verbindung zur 20 km entfernten Stadt, wo jeglicher Bedarf der Schule eingekauft werden muss. Er verschlingt beträchtliche Reparaturkosten. Wir brauchen dringend einen neuen.
Derzeit sind 164 Kinder in der Schule untergebracht. Sie schlafen in Unterrichtsräumen. Diese Räume wiederum können nicht für den Unterricht genutzt werden. Deshalb hat der Verein beschlossen ein Haus auf dem Grundstück der Schule zur bauen, welches zur Unterbringung von 75 Mädchen dienen soll. Der Bau wird nach aktuellem Kostenvoranschlag 65.000 Euro kosten. Die Grundsteinlegung fand während meines Besuches im Februar 2011 statt, die Einweihung ist im November 2011.
Zur besseren Ernährung haben wir einen Obst- und Gemüsegarten angelegt. Wir sind der Meinung, dass nur eine gute und ausgewogene Ernährung unsere Kinder zu gesunden und leistungsfähigen Menschen heranwachsen lässt.

Die NANDRI-Kinderhilfe betreibt des Weiteren das „Hope for Future“ –

ein Kinderheim in dem kleinen Dorf Pooncherry. Hier werden Kinder in Not aufgenommen, z.B. Aidswaisen. Im Sommer 2008 kam ein 18 Monate altes Mädchen zu uns, welches getötet werden sollte, weil die Eltern es nicht versorgen konnten. Sie heißt Priya und wird im Juni dieses Jahres eingeschult. Sie hat nun dank Nandri eine Zukunft.
Mit Childline, eine von der indischen Regierung eingerichteten Hotline für missbrauchte und misshandelte Kinder arbeiten wir eng zusammen. Wenn Kinder nachts aufgegriffen werden, finden sie in unserem Haus solange Schutz, bis eine therapeutische Einrichtung gefunden wird.
Dieses Haus ist sehr kostenintensiv, weil es so klein ist und nur 25 Kindern Platz bietet. Der Bedarf ist jedoch sehr groß. Bald läuft der Mietvertrag aus, das bedeutet wieder umziehen oder eine Mieterhöhung im alten Haus. Deshalb möchten wir uns davon unabhängig machen. Nandri strebt an, Land zu kaufen um ein Haus zu bauen und noch mehr Kindern ein gutes zu Hause geben zu können.

Als Jünstes Projekt möchten wir unser Ausbildungsprojekt für verlassene und verwitwete Frauen, das „Torsiello Tailoring Institut“, vorstellen.


Unter der Leitung einer deutschen Kostümbildnerin und einer indischen Schneiderin werden hier pro Jahr 20 Frauen zu Schneiderinnen ausgebildet. Die Frauen haben meist mehrere Kinder und sind somit in der Lage sich selbst und ihre Kinder zu versorgen, diese zur Schule zu schicken und eine Zukunft aufzubauen.

Bitte helfen Sie uns, unsere Projekte weiterauszubauen damit wir noch viele Kinder aus der Armut und der Knechtschaft der Ziegeleibesitzer befreien können. Nur wer Bildung hat kann eine bessere Arbeit finden und sich gegen unfaire Bedingungen wehren.


Monika Gerbas

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