Projektnummer: 150
Kategorie: Entwicklungshilfe & Armut
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Projektersteller:
Dabei seit: 05.11.2009
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| Art | eingetragener Verein |
melody011 |
| Name | Maisha Zanzibar Barbara Eggenberger | |
| Firma / Verein | Verein | |
| Straße | Hohenklingenallee 3 | |
| PLZ Ort | 8049 Zürich | |
Von den weltweit über 2,6 Milliarden Menschen ohne angemessene Sanitäreinrichtungen leben fast eine halbe Milliarde in den subsaharischen Ländern Afrikas. Nur 37% der Bevölkerung haben dort Zugang zu einer Toilette. Dies entspricht dem niedrigsten Prozentsatz weltweit. Auf Grund der fehlenden Einrichtungen schaffen neben dem Gang hinter das nächste Gebüsch häufig so genannte „flying toilets“ Abhilfe. Dies sind Plastiktüten, in die defäkiert wird und die anschliessend in Strassen oder Gräben geworfen werden. Neben der Gefahr einer direkten Ansteckung durch frische Fäkalien, werden durch unkontrollierte Abwasserentsorgungen Trinkwasserressourcen gefährdet.
Welche Bedeutung Hygiene und eine angemessene Abwasserentsorgung hat, wird beim Blick auf die Gesundheitsstatistiken sichtbar. Neben Untergewicht und dem Risiko von sexuell übertragbaren Krankheiten stellen in Afrika wasser- und abwasserbedingte Krankheiten den grössten Anteil der Beeinträchtigungen des Gesundheitszustandes dar. Hygiene ist daher ein grundlegendes Element zur Verhütung von Krankheiten wie Thyphus, Cholera, Wurmbefall und anderen Durchfallerkrankungen. Laut UNICEF sterben jedes Jahr weltweit 5 Millionen Menschen an den Folgen mangelnder Sanitärhygiene. Dies sind Todesfälle, welche mit einfachen Massnahmen verhindert werden könnten.
Die Trockentoilette braucht keinen Wasseranschluss, kann mit einfachen Hilfsmitteln errichtet werden und braucht keine weitere nachgelagerte Kläranlage und somit auch keine Kanalrohre. Die Ausscheidungen werden biologisch nutzbringend als Kompostdünger verwertet.
Bei der Trockentoilette (oder Komposttoilette) werden Urin und Fäkalien getrennt in kleineren Tanks gesammelt. Durch die getrennte Lagerung werden die Keime abgetötet, so kann der keimfreie Urin entweder abgeleitet oder als Dünger verwendet werden und die getrockneten Fäkalien werden ebenfalls als Dünger ausgebracht oder aber verbrannt. Toilettenpapier oder ein Beimischen von Sägespänen, Stroh oder Asche ist kein Problem sondern kann sogar unterstützend und geruchshemmend wirken. Die Bakterienbildung und Geruchsbelästigung ist durch die Trennung gering. Die Toilette beruht auf einem natürlichen Funktionsprinzip, d.h. sie kommt völlig ohne Wasser- und Elektroanschlüsse aus.
Die Primarschule in Nungwi wird von ca. 1'000 Kindern besucht, verfügt aber über keine angemessenen sanitären Einrichtungen für die Schüler. Auch im Dorf mangelt es an Toiletten und Duschen, weil die einheimische Bevölkerung es sich meist nicht leisten kann, in ihren einfachen Häusern und Hütten Toiletten oder Badezimmer einzubauen.
Mit einer Sanitäranlage in der Schule hätten die Kinder, welche von den genannten Erkrankungen am stärksten betroffen sind, Zugang zu diesen für uns so selbstverständlichen Einrichtungen.
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