Hilfe zur Selbsthilfe - das Projekt „Mida Ecocamp“ in Kenia
03.05.2010
Wie alles begann - die Idee “Hilfe zur Selbsthilfe” entstand vor Ort
Wir (das heißt Felicity, Jason und unsere drei Kinder) kamen auf einer Afrika-Reise durch Mida in Kenia. Innerhalb weniger Tage erlebten wir den armutsbedingten Tod eines Babys und eines 2-jährigen Kindes und fassten spontan den Entschluss, den Menschen dort in ihrer Not zu helfen.
Gemeinsam mit Stammes-Mitgliedern der Giriama begannen wir im Sommer 2007 das Mida Ecocamp zu bauen, mit dem der Stamm einmal eigenständig seinen Lebensunterhalt verdienen soll. Die Initiative dazu kam von den Einheimischen selbst, aber es fehlte an finanziellen Mitteln und nötigem Wissen.
Nachdem alle unsere privaten Mittel und Spenden von Familie und Freunden aufgebraucht waren, sind wir im April 2008 nach Deutschland zurückgekehrt und haben das Hilfswerk Mida Ecocamp e.V. gegründet.
Heute steht in Mida Creek das Mida Ecocamp mit einer Aussichtsplattform (mit wunderschönem Blick über die Küste und den geschützten Rest des einst größten Waldes der afrikanischen Küste), drei Hütten für Besucher und zwei Campingplätzen. Das Camp steht unter weitreichenden ökologischen und sozialen Aspekten. Es ist als CBO (Community Based Organization) registriert und gehört der Gemeinde von Mida Village.
Einheimische bieten hier den Besuchern und Gästen des Camps Spezialitäten aus der Giriama Küche an. Von hier aus kann man geführte Ausflüge in die einzigatige Umgebung des Mida Creek machen oder auch den Giriamas einen kleinen Verdienst für ihre Tänze ermöglichen. Ziel ist es, dass wenigstens ein Mitglied aus jeder Familie einen Arbeitsplatz hat. So profitieren Gästeführer, Fischer, Kanufahrer und Dienstleister aus dem Ort.
Darüber hinaus wird das Camp das Jahr über von einem Europäer, der ehrenamtlich arbeitet, geleitet. Aus Prinzip bekommen nur Einheimische einen Arbeitsplatz im Camp. In Zeitabständen bin ich selbst oder ein anderes Mitglied des Hilfswerks Mida Ecocamp e.V. vor Ort - auf eigene Kosten - wenn es darum geht Spendengelder sinnvoll anzulegen.?
Nachdem uns aus der Grundschule, die im Dorf Mida liegt, immer häufiger Hilferufe erreichten, haben wir diese in unser Hilfsprogramm mit aufgenommen. Folgendes haben wir bisher erreicht:
- Die Kochtöpfe für die Schulspeisung waren geliehen und mussten zurückgegeben werden. Die Dorfbewohner waren verzweifelt, weil die Schulspeisung für die meisten Kinder die einzige Mahlzeit am Tag bedeutet. Ohne Essen kamen die Kinder auch nicht mehr zur Schule. Wir halfen spontan mit zwei grossen Kochtöpfen, die für eine Mahlzeit für 400 Kinder ausgelegt sind.
- WIR GEWANNEN BEI CHARITYSTAR 1.000 EURO: HIERMIT KONNTEN WIR FÜR DAS JAHR 2010 EINEN ZUSÄTZLICHEN LEHRER EINSTELLEN !!! UNSER HERZLICHES DANKESCHÖN GEHT AN DIE SPENDERFIRMEN UND AN DIEJENIGEN; DIE UNS IHRE STIMME GEGEBEN HABEN: !
- 8 Schuljahre und 3 Kindergartenklassen teilten sich 8 Räume. Im Dezember 2009 ist deshalb unsere Frontfrau Felicity im Camp gewesen und hat den Bau von einem Klassenzimmer vorangetrieben. Er muss noch verputzt werden, wird aber von den drei Kindergaerten-Jahren schon verwendet. Es fehlen zwei weitere Räume, Einrichtung, Bücher, Hefte, Stifte etc.
Für unsere weiteren Projekte stehen folgende im Vordergrund:
- Bau und Einrichtung einer subventionierten Medikamentenausgabe
- JEDEM Kind in Mida den Schulbesuch zu ermöglichen.
- Verbesserter Agraranbau, um den Leuten eine vielseitigere Ernährung zu ermöglichen (womit auch viele Krankheiten vermieden werden könnten).
Wenn auch Sie das Projekt unterstützen möchten würden wir uns über eine Spende sehr freuen. Spendenkonto-Nr. 2042109, BLZ: 30150200, KSK Düsseldorf.
Bei Interesse an einer direkten Mitarbeit in Mida vor Ort, wenden Sie sich bitte per e-Mail an info@hilfswerk-mida-ecocamp.de.
Europäer können hier Urlaub machen. Wenn auch Sie das Camp besuchen möchten, unterstützen Sie hiermit das Camp und die Schule. Infos: www.midaecocamp.com
Elisabeth Puin
Hilfswerk Mida Ecocamp e.V. -
40822 Mettmann, Deutschland
- Hilfe zur Selbsthilfe in Kenia -
Mit weiteren Spenden wollen wir an der Schule weiterbauen, natürlich auch das Camp nicht vernachlässigen.
Unsere große Hoffnung ist es, vielleicht in Zukunft einmal in der Lage zu sein, weitere Camps und Schulen bauen zu können.